Waltraud Seidlhofer zum 75. Geburtstag

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Waltraud Seidlhofer zählt zu den Autorinnen, die bereits in der allerersten Ausgabe der IDIOME vetreten waren und die Zeitschrift seither begleiten. Die 1939 in Linz geborene Schriftstellerin ist von der österreichischen Spielart der literarischen Neoavantgarde, der Wiener Gruppe und ihrem Umfeld, ebenso geprägt worden wie vom Nouveau Roman. In Heimrad Bäckers legendärer Linzer edition neue texte, damals eines der wichtigsten Foren für die deutschsprachige Avantgarde, veröffentlichte sie die Bände fassadentexte und geometrie einer landschaft. Ihr späteres Werk ist über diverse Kleinverlage verstreut, so erschienen in Christian Steinbachers Blattwerk Verlag in den neunziger Jahren ihr Prosa-Hauptwerk text: ein erinnern und ein Band mit ausgewählter Lyrik, der den schönen Titel anstelle von briefen trägt. Im Klever Verlag ist 2012 ihre Prosaarbeit Singapur oder Der Lauf der Dinge herausgekommen.

Als Lisa Spalt und ich für die 1. Ausgabe der IDIOME eine kleine Umfrage unter den Autorinnen und Autoren veranstalteten und sie den Satz „Prosa ist …“ vervollständigen ließen, bekamen wir die vielleicht schönste Antwort von Waltraud Seidlhofer:

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Im vergangenen Jahr war Waltraud Seidlhofer zu Gast in Berlin, wo sie am 30. April an der alljährlichen IDIOME-Veranstaltung in der Kulturspelunke Rumbalotte Continua teilnahm. Sie las dort ihren Text „wie ein fliessen die stadt“, der in Heft Nr. 6 abgedruckt ist und für ihre jahrzehntelange Beschäftigung mit Urbanistik und Architektur steht.

 

Gratulieren darf man Waltraud Seidlhofer heute nicht nur zu ihrem Geburtstag, sondern auch zum Georg Trakl Preis, den sie am 4. Dezember in Salzburg entgegennehmen wird. Manchmal – selten genug – trifft es die Richtigen und sogar eine Autorin, der es ausschließlich um die Sache geht und nicht um Wichtigtuerei im Literaturbetrieb.

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